Antiziganismus begegnen

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Was gibt es neues auf unserer Website

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Fachtagung Diskriminierungssensible Pädagogik 


Aktueller Hinweis: Die Tagung wurde Corona-bedingt auf November 2021 verschoben.        Für Herbst 2020 plant das Tagungsteam nun eine Webinarreihe. Weitere Informationen folgen.

"Jenseits eines Vorurteils" -

Ein Beitrag der Arbeitsstelle Antiziganismusprävention

Der Beitrag versucht in die Dimensionen der Vorurteilsstruktur/ des Komplexes Antiziganismus einzuführen , um Denkanstöße ins Rollen zu bringen.
 

Schaut es euch an unter dem Transfer-Together-Blog

 

https://transfertogether.de/antiziganismus-jenseits-des-vorurteils/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Screenshot des Transfer-Together-Blogs mit dem Blogbeitrag "Jenseits eines Vorurteils" © Projekt TRANSFER TOGETHER

 

 

Screenshot des Blogbeitrages

Wir erinnern den Opfern des Nationalsozialismus am Romani Resistance Day





 

 

 

 

 

 

 

                            Das Bild zeigt das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas in Berlin.                                                          © Warburg / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0

 

Am 16.05.1940 fanden die sogenannten "Mai-Deportation" statt, die zuvor von dem Reichssicherheitshauptamt geplant und mit der Hilfe regionalen Behörden durchgeführt wurde.
Etwa 2.500 Sinti und Roma aus dem Deutschen Reich, darunter ganze Familien, wurden im Morgengrauen aus ihren Wohnungen oder dem Weg zur Schule/ Arbeit festgesetzt und über Sammellager in Ghettos und Konzentrationslager im besetzte Polen deportiert.

Unter den Verschleppten waren auch Sinti und Roma aus der heutigen Rhein-Neckar-Region: Aus Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen, Worms usw.


 

Ebenso ist dieser Tag auch internationaler Romani Resistance Day, da am 16.05.1944 die Gefangenen Sinti und Roma im "Zigeunerlager" in Auschwitz-Birkenau sich vor der Liquidierung durch die SS wiedersetzten und einen Aufstand starteten.
 

Wir gedenken heute an die Opfer des Nationalsozialismus.

 

Elternzeitvertretung von Nadine Küssner

Dinah Wiestler unterstützt ab 01.04.20 die Arbeitsstelle Antiziganismusprävention personell
und vertritt Nadine Küssner während der Elternzeit. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

Das Team der Arbeitstelle Antiziganismusprävention wünscht Nadine Küssner und ihrer Familie alles Gute.






                                 

 

 

 

 

 

 

 

Dinah Wiestler
wissenschaftliche Mitarbeiterin
Elternzeitvertretung
Tel.:+49 6221 477-337
E-Mail: wiestler@ph-heidelberg.de

Internationaler Romaday!
Interwiew ist ab heute online zugänglich!

 

Am 08.04.20 ist internationaler Weltromatag oder Romaday. An diesem Tag soll an die Diskriminierung gegenüber der Minderheit der Sinti und Roma aber auch dem speziellen Rassismus Antiziganismus erinnert werden. Darüber hinaus macht dieser Tag auf die unermüdliche Bürgerrechtsarbeit der Minderheit aufmerksam.

Aus diesem Anlass möchten wir ein Interview mit Günther Weiss vorstellen.

Günther Weiss, der ehemalige Leiter der Kriminalpolizei in Lahr/Schwarzwald und Kehl/Rhein, ist der Sohn eines Überlebenden des Völkermords. Sein Vater erzählte ihm erst von den Grauen des Holocaust, als in der Schule das Thema Nationalsozialismus behandelt wurde. Dieses Schicksal beeinflusste Günther Weiss’ Sinn für Gerechtigkeit. In der Polizei ging er offen mit seiner Zugehörigkeit zur Minderheit um. Heute, als Rentner, geht er zahlreichen Ehrenämtern nach, u.a. hat er an Polizeihochschulen über die Geschichte der Sinti und Roma aufgeklärt.
Das Thema des Interviews ist ist die 300 Jahre alte polizeiliche Sondererfassung der Minderheit auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands.

Das Interview wurde in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg veröffentlicht.

Im folgenden ein Ausschnitt aus dem Interview:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das gesamte Interview ist ab sofort auf unserem Digitalen Stadtrundgang bei dem Punkt Antiziganismus und Polizei zu sehen, unter folgendem Link: https://sway.office.com/nK0uLgNUym3AgY1p?ref=Link

Einen Überblick über die Stationen und Themen des Stadtrundgangs findet ihr hier:
https://www.azp-hd.org/stadtrundgang

Pressemitteilung des Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung:

Neue Studie zur Darstellung von Roma in europäischen Lehrplänen und Schulbüchern

 

In einer ersten Sichtung von Lehrplänen und Schulbüchern für die Fächer Geschichte, Politik- und Sozialkunde sowie Geographie in 21 europäischen Ländern und Kosovo legen der Europarat, der Roma-Education Fonds und das Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung die Ergebnisse einer gemeinsamen Studie vor. Dabei wurden 850 Bücher daraufhin untersucht, wie häufig Roma in ihnen erwähnt werden, in welchen thematischen Zusammenhängen sie vorkommen und welche Bilder dabei vermittelt werden.

Stereotype Darstellungen von Musikern, Tänzerinnen und ungewaschenen Kindern als Roma, bilden die Normalität. Auch wenn Schulbücher in den meisten europäischen Ländern Roma wenig und in stereotypisierender Form thematisieren, gibt es eine Reihe von Ansätzen, die sich davon abhebt.

„Wenn Schulbücher einmal mehr als ein Wort oder einen Satz über Roma beinhalten, dann häufig in Passivkonstruktionen. Das es auch anders geht, zeigt ein ungarisches Geschichtsschulbuch, das nicht nur die Vernichtung von Roma im zweiten Weltkrieg erwähnt, sondern dabei auch den Namen nennt, den der Völkermord in der Zeit des Nationalsozialismus in der Sprache der Roma, dem Romanes, hat: Porajmos.“ erklärt die Bildungsforscherin Prof. Dr. Riem Spielhaus vom Georg-Eckert-Institut.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass Roma vor allem in Überblickskapiteln über die Bevölkerungszusammensetzung oder den Massenmord im Zweiten Weltkrieg erwähnt werden und dabei häufig namenlos bleiben. Nur sehr wenige Schulbücher gehen auf die aktuelle Lebenssituation von Roma ein. „Die interne Diversität der Roma, ihre Geschichte im jeweiligen Land, in Europa und der Welt bleiben ebenso unerwähnt wie die Herausforderungen, denen sie gegenwärtig durch Diskriminierung und soziale Marginalisierung ausgesetzt sind.“ erklärt Marko Pecak vom Roma Education Fund, der sich für die Stärkung der Bildungsbeteiligung von Roma in Europa einsetzt.

Auf Grundlage des Befunds, dass Darstellungen von Roma häufig defizitorientiert sind, wurden forschungsbasierte Empfehlungen abgeleitet, die sich an die Mitgliedstaaten des Europarates und ihre jeweiligen nationalen Bildungsministerien, an Autoren und Verlage, an die Zivilgesellschaft und an die Wissenschaft richten.
Europas größte ethnische Minderheit wurde in Lehrplänen und Schulbüchern lang genug vernachlässigt. „Inklusive Bildung sollte gerade nicht zu Privilegien beitragen, sondern den Mitgliedern aller Communities gleichen Respekt entgegenbringen und vorbeugen, dass Schulen Ungleichbehandlung reproduzieren“, sagt Aurora Alincai, Projektkoordinatorin beim Council of Europe.

 

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Catrin Schoneville
Wissenschaftskommunikation
Georg-Eckert-Institut
Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Celler Straße 3 - 38114 Braunschweig
Tel. +49 (0)531/ 59099-504
schoneville@leibniz-gei.de

 

Originalpublikation:

Zur Studie: https://repository.gei.de/handle/11428/306
 

Weitere Informationen:

http://www.gei.de/home.html Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
https://www.romaeducationfund.org/ Roma Education Fund
https://www.coe.int/en/web/portal/home Council of Europe

Was ist Antiziganismus?

Unter Antiziganismus verstehen wir eine gesellschaftlich etablierte spezielle Form des Rassismus gegenüber Sozialen Gruppen, die mit dem Stigma „Zigeuner“ oder anderen verwandten Bezeichnungen identifiziert werden.

Er umfasst
 

  1. Eine homogenisierende, essentialisierende Wahrnehmung und Darstellung dieser Gruppen;
     

  2. Die Zuschreibung spezifischer Eigenschaften an diese;
     

  3. Sowie vor diesem Hintergrund entstehende diskriminierende soziale Strukturen und gewalttätige Praxen, die herabsetzend und ausschließend wirken und strukturelle Ungleichheit reproduzieren.
     

Quelle: Allianz gegen Antiziganismus:
Antiziganismus Grundlagenpapier, Wien/Heidelberg 2017 S.5.

Unsere Projekte:

Round Karte Cutting
Überprüfen Text auf einem Dokument
Workshop in Arbeit

Kommende Veranstaltungen

VERSCHOBEN!!!

Fotografie-Ausstellung:
"Spuren jüdischen Lebens in Heidelberg"

 

 

Die Ausstellung wird aufgrund der aktuellen Situation rund um das Corona-Virus verschoben. Die angekündigte Finissage wird ebenfalls verschoben.

Alte Brücke, Dreikönigsgasse, Häusserstrasse 7 und  Karlsstrasse 9 – welche Bezüge gibt es zwischen diesen und anderen Orten in Heidelberg und der jüdischen Geschichte und Gegenwart der Stadt?
Wie lässt sich die Geschichte fotografisch in den Fokus rücken und wie wirken diese Orte auf uns heute?

 

Diese und andere Fragen begleiteten zehn junge Studierende, die  sich im Rahmen eines Sommerlagers auf fotografische Stadterkundung in Heidelberg begaben und „Spuren jüdischen Lebens“ mit analogen Kameras fotografisch festhielten.
Diese Fotografie-Ausstellung zeigt die kunstvollen visuellen und narrativen Ergebnisse des Fotografie-Workshops.

 

Weitere Informationen folgen noch.

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Unsere Kontaktdaten:
 

Arbeitsstelle Antiziganismusprävention
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Institut für Gesellschaftswissenschaften
Im Neuenheimer Feld 519
D-69120 Heidelberg

Email: antizigpraev@ph-heidelberg.de
Tel: 06221/477-337
Homepage: 
www.ph-heidelberg.de/antiziganismuspraevention

 

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