© 2019 by Arbeitsstelle 
Antiziganismusprävention

So erreichen Sie uns: 

Auf Twitter: 

 



Unsere Kontaktdaten:
 

Arbeitsstelle Antiziganismusprävention
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Institut für Gesellschaftswissenschaften
Im Neuenheimer Feld 519
D-69120 Heidelberg

Email: antizigpraev@ph-heidelberg.de
Tel: 06221/477-337
Homepage: 
www.ph-heidelberg.de/antiziganismuspraevention

 

Bei Anregungen und Vorschlägen kontaktieren Sie uns gerne. 

  • Twitter

Antiziganismus begegnen

NEWS

Was gibt es neues auf unserer Website

Pressemitteilung des Zentralrats Deutscher

Sinti und Roma zu dem Mordanschlag in Hanau
 

Die Arbeitsstelle Antiziganismusprävention trauert um um die Opfer des Mordanschlages von Hanau und teilt die Forderungen des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma.

Pressemitteilung des Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung:

Neue Studie zur Darstellung von Roma in europäischen Lehrplänen und Schulbüchern

 

In einer ersten Sichtung von Lehrplänen und Schulbüchern für die Fächer Geschichte, Politik- und Sozialkunde sowie Geographie in 21 europäischen Ländern und Kosovo legen der Europarat, der Roma-Education Fonds und das Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung die Ergebnisse einer gemeinsamen Studie vor. Dabei wurden 850 Bücher daraufhin untersucht, wie häufig Roma in ihnen erwähnt werden, in welchen thematischen Zusammenhängen sie vorkommen und welche Bilder dabei vermittelt werden.

Stereotype Darstellungen von Musikern, Tänzerinnen und ungewaschenen Kindern als Roma, bilden die Normalität. Auch wenn Schulbücher in den meisten europäischen Ländern Roma wenig und in stereotypisierender Form thematisieren, gibt es eine Reihe von Ansätzen, die sich davon abhebt.

„Wenn Schulbücher einmal mehr als ein Wort oder einen Satz über Roma beinhalten, dann häufig in Passivkonstruktionen. Das es auch anders geht, zeigt ein ungarisches Geschichtsschulbuch, das nicht nur die Vernichtung von Roma im zweiten Weltkrieg erwähnt, sondern dabei auch den Namen nennt, den der Völkermord in der Zeit des Nationalsozialismus in der Sprache der Roma, dem Romanes, hat: Porajmos.“ erklärt die Bildungsforscherin Prof. Dr. Riem Spielhaus vom Georg-Eckert-Institut.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass Roma vor allem in Überblickskapiteln über die Bevölkerungszusammensetzung oder den Massenmord im Zweiten Weltkrieg erwähnt werden und dabei häufig namenlos bleiben. Nur sehr wenige Schulbücher gehen auf die aktuelle Lebenssituation von Roma ein. „Die interne Diversität der Roma, ihre Geschichte im jeweiligen Land, in Europa und der Welt bleiben ebenso unerwähnt wie die Herausforderungen, denen sie gegenwärtig durch Diskriminierung und soziale Marginalisierung ausgesetzt sind.“ erklärt Marko Pecak vom Roma Education Fund, der sich für die Stärkung der Bildungsbeteiligung von Roma in Europa einsetzt.

Auf Grundlage des Befunds, dass Darstellungen von Roma häufig defizitorientiert sind, wurden forschungsbasierte Empfehlungen abgeleitet, die sich an die Mitgliedstaaten des Europarates und ihre jeweiligen nationalen Bildungsministerien, an Autoren und Verlage, an die Zivilgesellschaft und an die Wissenschaft richten.
Europas größte ethnische Minderheit wurde in Lehrplänen und Schulbüchern lang genug vernachlässigt. „Inklusive Bildung sollte gerade nicht zu Privilegien beitragen, sondern den Mitgliedern aller Communities gleichen Respekt entgegenbringen und vorbeugen, dass Schulen Ungleichbehandlung reproduzieren“, sagt Aurora Alincai, Projektkoordinatorin beim Council of Europe.

 

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Catrin Schoneville
Wissenschaftskommunikation
Georg-Eckert-Institut
Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Celler Straße 3 - 38114 Braunschweig
Tel. +49 (0)531/ 59099-504
schoneville@leibniz-gei.de

 

Originalpublikation:

Zur Studie: https://repository.gei.de/handle/11428/306
 

Weitere Informationen:

http://www.gei.de/home.html Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
https://www.romaeducationfund.org/ Roma Education Fund
https://www.coe.int/en/web/portal/home Council of Europe

"The Romani Studies Program" (RSP) der Central European University (CEU)

"The Romani Studies Program" (RSP) ist eine freie akademische Einheit der "Central European University" in Budapest, Ungarn.
Sie wurde im August 2017 ins Leben gerufen. Das universitäre Bildungsprogramm hat das Ziel Wissenschaftler*innen, Politiker*innen und Aktivist*innen in interdisziplinären Projekten und Debatten u. a. über Roma Identitäten und Bewegungen, Antiziganismus, soziale Gerechtigkeit und Politik, sowie gender und andere strukturelle Diskriminierungen zu unterstützen.

Unter folgendem Link können Sie sich ein eigenes Bild des RSP machen: 

https://romanistudies.ceu.edu/welcome-roma-access-programs1 

Was ist Antiziganismus?

Unter Antiziganismus verstehen wir eine gesellschaftlich etablierte spezielle Form des Rassismus gegenüber Sozialen Gruppen, die mit dem Stigma „Zigeuner“ oder anderen verwandten Bezeichnungen identifiziert werden.

Er umfasst
 

  1. Eine homogenisierende, essentialisierende Wahrnehmung und Darstellung dieser Gruppen;
     

  2. Die Zuschreibung spezifischer Eigenschaften an diese;
     

  3. Sowie vor diesem Hintergrund entstehende diskriminierende soziale Strukturen und gewalttätige Praxen, die herabsetzend und ausschließend wirken und strukturelle Ungleichheit reproduzieren.
     

Quelle: Allianz gegen Antiziganismus:
Antiziganismus Grundlagenpapier, Wien/Heidelberg 2017 S.5.

Unsere Projekte:

Round Karte Cutting
Überprüfen Text auf einem Dokument
Workshop in Arbeit

Kommende Veranstaltungen

VERSCHOBEN!!!

Fotografie-Ausstellung:
"Spuren jüdischen Lebens in Heidelberg"

 

 

Die Ausstellung wird aufgrund der aktuellen Situation rund um das Corona-Virus verschoben. Die angekündigte Finissage wird ebenfalls verschoben.

Alte Brücke, Dreikönigsgasse, Häusserstrasse 7 und  Karlsstrasse 9 – welche Bezüge gibt es zwischen diesen und anderen Orten in Heidelberg und der jüdischen Geschichte und Gegenwart der Stadt?
Wie lässt sich die Geschichte fotografisch in den Fokus rücken und wie wirken diese Orte auf uns heute?

 

Diese und andere Fragen begleiteten zehn junge Studierende, die  sich im Rahmen eines Sommerlagers auf fotografische Stadterkundung in Heidelberg begaben und „Spuren jüdischen Lebens“ mit analogen Kameras fotografisch festhielten.
Diese Fotografie-Ausstellung zeigt die kunstvollen visuellen und narrativen Ergebnisse des Fotografie-Workshops.

 

Weitere Informationen folgen noch.

ian-williams-rKE6rXOl14U-unsplash